👋 About me – oder: Wie alles begann mit einem 286er und einem Piepsmodem

Meine ersten digitalen Gehversuche machte ich mit zarten 9 Jahren. Damals konnte man Computer noch mit einem Turbo-Knopf schneller machen. Zumindest glaubte man das. NatĂŒrlich habe ich ihn gedrĂŒckt, obwohl niemand so genau wusste, was er eigentlich bewirkt.

WĂ€hrend meine Kollegen auf dem Game Boy spielten, wollte ich verstehen, wie Computer miteinander kommunizieren. Ein guter Freund meiner Eltern fĂŒhrte ein ComputerfachgeschĂ€ft und schenkte mir regelmĂ€ssig ausgemusterte GerĂ€te. So landeten immer wieder alte PCs bei mir, die ich auseinanderbaute, reparierte und wieder zum Laufen brachte.

Ende der 90er kam dann das Internet dazu. Mein erstes Modem arbeitete mit 33.6 kbit/s und produzierte dieses unverwechselbare EinwahlgerĂ€usch, das heute wohl nur noch Technik-Nostalgiker zu schĂ€tzen wissen. Die Telefonleitung im GeschĂ€ft meiner Eltern war dadurch regelmĂ€ssig blockiert. Bis ich irgendwann ISDN durchsetzen konnte. Danach gab es kein ZurĂŒck mehr.

Netzwerke, Kommunikation und technische Schnittstellen faszinieren mich bis heute. Beruflich bin ich trotzdem nicht direkt in der IT gelandet. Nach meiner Ausbildung zum Elektriker absolvierte ich die Weiterbildung zum Elektroinstallations- und Sicherheitsexperten mit MeisterprĂŒfung sowie verschiedene Weiterbildungen im Bereich GebĂ€udeautomation. Heute arbeite ich im Elektroengineering an einer grossen Verkehrsdrehscheibe und beschĂ€ftige mich tĂ€glich mit komplexen technischen Infrastrukturen.

FĂŒr viele Menschen bedeutet ein Keller zusĂ€tzlichen Stauraum. FĂŒr mich bedeutete er etwas anderes: ein eigenes Rechenzentrum 😉😉 .

WĂ€hrend andere eine Bar oder ein Heimkino bauen, entstanden bei mir Serverracks, Netzwerktechnik, USV-Anlagen und zwei GlasfaseranschlĂŒsse. Heute stehen auf rund 20 Quadratmetern Server, Storage-Systeme und Netzwerkinfrastruktur, die verschiedenste Projekte und Dienste betreiben.

Besonders spannend wurde es, als ich eine zweite, geografisch unabhĂ€ngige Glasfaseranbindung realisieren wollte. Eine nördliche Anbindung ĂŒber unseren Energieversorger war bereits vorhanden und in Betrieb. Aber wie jeder Infrastruktur-Nerd weiss: Redundanz hat man entweder oder man hat zu wenig davon😉. Und ausserdem wollte ich nicht, dass bei einem einzigen Baggerunfall gleich alles stillsteht.

Swisscom war von dieser Idee allerdings nicht sofort begeistert. Unser Dorf lag bei der Priorisierung gefĂŒhlt irgendwo zwischen «Kabelkeller entstauben» und «VDSL2-UmrĂŒstung in Planung». Dank einer alten Freileitung, etwas HartnĂ€ckigkeit und einer gesunden Portion Sturheit gelang es schliesslich trotzdem, den FTTH-Ausbau fĂŒr die sĂŒdliche georedundante Anbindung ĂŒber Swisscom voranzutreiben.

Irgendwann stellte sich die Frage nach einem passenden Namen fĂŒr das Ganze. So entstand TORZ.CH.

TO steht fĂŒr Toggenburg, RZ fĂŒr Rechenzentrum.

Inzwischen ist aus dem ursprĂŒnglichen Hobbyprojekt zwar etwas Grösseres geworden. Neben dem Standort im Toggenburg betreibe ich heute auch Infrastruktur in einem Rechenzentrum in ZĂŒrich und bei Hetzner in Deutschland, wodurch sich verschiedene Dienste redundant und ausfallsicher betreiben lassen.

Trotzdem ist und bleibt das Ganze ein Hobby. Ein ziemlich technisches Hobby zwar, aber eben eines, das mir einfach Spass macht.

Wenn ich nicht gerade an einem LoRaWAN-Projekt arbeite, einen NTP-Server betreibe, an Netzwerkdiensten tĂŒftle oder neue Ideen umsetze, verbringe ich meine Zeit am liebsten mit meiner Familie, meinen Kindern und Freunden. Da meine Systeme meist genau das tun, was sie sollen – nĂ€mlich redundant und hochverfĂŒgbar laufen – muss ich nicht stĂ€ndig im Serverraum nach dem Rechten sehen. Das schafft FreirĂ€ume fĂŒr die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Familie, Freunde und gelegentlich auch mal eine Party, bei der es deutlich weniger Firewall-Regeln gibt und die VerfĂŒgbarkeit am nĂ€chsten Morgen nicht ganz an die meiner Server herankommt. 😉😉😉

Einige meiner Projekte und Experimente findest du auf dieser Webseite.

Viel Spass beim Stöbern.

Und falls du dich fragst: Nein, der Turbo-Knopf funktioniert heute leider immer noch nicht. 😉

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